Friedensmärsche

Warum sind Friedensmärsche sinnvoll?

Überall auf der Welt enstehen Krisenherde, die sich in manchen Fällen nicht vermeiden lassen. Sei es aufgrund kultureller oder sogar religiöser Defizite, wenn es zu Konflikten kommt, steht Deeskalation an vorderster Spitze der Agenda. Schließlich geht es um das friedliche Zusammenleben der Menschen. Ohne Frieden lässt sich das Zusammenleben nur schwer gewährleisten. Die Folge, meist enstanden durch Neid, Mussgunst oder Unverständlichkeiten sowie Missverständnissen, äußert sich nicht selten in Gewalt. Um der Gewalt die Stirn zu bieten bedarf es Menschen, die sich entschieden gegen Gewaltausübungen stellen. Wenn, wie geschehen, im Zeichen des Islams Anschläge verübt werden, dann sollten die Hintermänner und Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden. Darüber hinaus erbietet es der gesunde Menschenverstand sowie unser Rechtssystem und unsere Vorstellung der Werte und der Moral, sich von solchen und ähnlichen Ausübungen zu distanzieren. Stattdessen muss hier ein Zeichen gesetzt werden, erst recht wenn Gewaltanschläge im Namen einer gesamten Gruppe begangen wurden.

Distanz zur Gewalt muss offen dargestellt werden

Daher liegt es auch an den Muslimen selbst der Öffentlichkeit zu beweisen, dass solche und ähnliche Anschläge niemals im Sinne ihrer Religion sein können. Nur so lässt sich zudem der Vorbehalt in den Köpfen vieler Menschen abbauen. Geschürten Ängsten wird die Energie genommen, wenn ihnen mit Offenheit begegnet wird. Anstelle von verschlossenen Gebetsrunden in Moscheen bedarf es transparente Veranstaltungen und Diskussionen, die auch Menschen anderer Religionen dazu einladen, Anteil an der Ausübung des islamischen Glaubens zu nehmen. Auf diese Weise lassen sich die meisten Vorbehalte direkt aus dem Weg räumen. Anschließende Gespräche führen zu integrativen Verhältnissen. Nicht jeder Bürger nutzt solche offenen Tage in Moscheen, um das eigene Weltbild zu erweitern. Stattdessen holen sich manche Personen ihre Informationen lediglich aus Nachrichtenkanälen ab. Hier können große Demonstrationen gegen Hass und Gewalt den Blickwinkel einer ganzen Bevölkerungsschicht ändern und bewegen.

Viele Demonstrationen in Vorbereitung

Immer mehr junge Muslime trauen sich auf die Straße und möchten der Gewalt etwas entgegensetzen. Sie wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass sie ihren Glauben nicht mit Gewalt in Verbindung gebracht sehen wollen und ihre Religion firedlich ausleben. Friedliche Demos sind eine optimale Möglichkeit, um der Welt zu zeigen, dass es auch anders geht. Nur zivilisiert und schlau lassen sich probleme bekämpfen und langfristig lösen. Gewalt erzeugt hingegen nur Gegengewalt und führt unweigerlich zum Terror. Damit diesem Ansatz ein Riegel vorgeschrieben wird, sollten Muslime auf der ganzen Welt sich unbedingt von radikalen Tendenzen ihrer Religion distanzieren, denn diese dürfen niemals Teil des Weltbildes einer friedlichen Religion sein und fördern das Zusammenleben nicht, sondern weisen es in die Schranken. Daher gilt es, den Frieden und die Liebe als das oberste Gut hoch zu halten und zu bewahren.